Veranstaltung · Merseburger Dom, Merseburg
56. Merseburger Orgeltage I Abschlusskonzert – Franz Schmidt „Das Buch mit sieben Siegeln“
Sonntag, 20. September, 18:00 Uhr
Worum es geht
Abschlusskonzert: Franz Schmidt (1874 – 1939) „Das Buch mit sieben Siegeln“ LEITUNG Jörg-Peter Weigle CHOR Slovakischer Philharmonischer Chor Bratislava MITWIRKENDE Johannes: Daniel Johannsen – Tenor Stimme des Herren: Daniel Ochoa – Bass Susanne Bernhard – Sopran, Julie-Marie Sundal – Alt, Christoph Pfaller – Tenor Andreas Scheibner – Bass ENSEMBLE Anhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau AN DER LADEGASTORGEL Michael Schönheit Mit Franz Schmidts monumentalem Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“ finden die 56. Merseburger Orgeltage ihren eindrucksvollen Abschluss. Das Werk, Schmidts letztes vollendetes und zugleich meistgespieltes Oratorium, führt mitten hinein in die visionäre Welt der Offenbarung des Johannes und entfaltet in der Verbindung von Soli, Chor, Orchester und Orgel eine Musik von existenzieller Wucht. Unter der Leitung von Jörg-Peter Weigle begegnen sich der Slovakische Philharmonische Chor Bratislava, die Anhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau, hochkarätige Solistinnen und Solisten sowie Michael Schönheit an der Ladegastorgel zu einem großen musikalischen Spannungsbogen zwischen Vision, Gericht, Trost und Verheißung. Im Zentrum steht Daniel Johannsen als Johannes, dessen Partie das Geschehen gleichsam erzählend und deutend durchmisst. Die mächtige Chorsprache, die farbenreiche Orchesterbehandlung und die klangprägende Orgel machen dieses Werk zu einem außergewöhnlichen Hörerlebnis von dramatischer Intensität. So verspricht das Abschlusskonzert einen Abend von seltener Dichte und Größe — ein festlicher, überwältigender Schlusspunkt der Merseburger Orgeltage. Mit dem Slovakischen Philharmonischen Chor Bratislava ist in Merseburg einer der profiliertesten professionellen Konzertchöre Mitteleuropas zu erleben. Das Ensemble wurde 1946 gegründet und gehört seit 1957 zu den festen Klangkörpern der Slowakischen Philharmonie; seit der Saison 2023/24 steht es unter der Leitung von Jan Rozehnal. Geschätzt werden vor allem seine klangliche Geschlossenheit, die Ausgewogenheit der Stimmgruppen und jene künstlerische Disziplin, die den Chor zu einem gefragten Partner bedeutender Dirigenten und internationaler Spitzenorchester gemacht hat. Gastspiele und Kooperationen mit Ensembles wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Israel Philharmonic oder dem Orchestre de Paris belegen diese herausragende Stellung ebenso wie die Auszeichnung mit dem Oper! Award 2023 als bester Chor. In Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“ dürfte der Chor seine besondere Stärke eindrucksvoll entfalten: in den großen Steigerungen, den visionären Klangballungen und der geistigen Intensität eines Werkes, das ganz auf die Ausdruckskraft des Chores baut. Mit derAnhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau wirkt ein traditionsreicher mitteldeutscher Klangkörper mit, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1766 zurückreichen, als Friedrich Wilhelm Rust in Dessau mit dem Aufbau einer Hofkapelle begann. Aus dieser langen Geschichte heraus entwickelte sich ein Orchester, das seit dem späten 18. Jahrhundert eng mit dem Musiktheater der Stadt verbunden ist und heute als Anhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau das musikalische Profil des Hauses prägt. Seine große historische Spannweite, die Verwurzelung im Opern- und Konzertrepertoire und die Auszeichnung mit dem Musikpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2016 unterstreichen den Rang dieses Ensembles. Gerade für Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“ bringt das Dessauer Orchester damit beste Voraussetzungen mit: spätromantische Klangfülle, dramatische Spannkraft und die Fähigkeit, große vokalsinfonische Bögen mit Präzision und Ausdruck zu tragen. So wird es zu einer wesentlichen Säule dieses monumentalen Abschlusskonzerts. Mit Jörg-Peter Weigle steht ein Dirigent am Pult, der wie nur wenige für die große deutsche Oratorien- und Chorsinfonik steht. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Leipziger T
Auf einen Blick
- Wann
- Sonntag, 20. September, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
- Wo
- Merseburger Dom, Merseburg
Angaben von Danny Manthei (CC0 1.0). Etwas stimmt nicht?